Anfang der 80-er Jahre machte sich Heinrich Wischmann, Landwirt aus Niedersachsen, ernsthafte Gedanken um die Zukunft seines bis dahin traditionell geführten Hofes. Durch einen Zeitungsartikel wurde er auf Ginseng aufmerksam: „Ginseng, eine asiatische Heilpflanze, deren Wurzeln früher gegen Gold aufgewogen wurden.“
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Tochter Gesine Wischmann gründete gemeinsam mit ihrem Mann das wohl immer noch kleinste Pharmaunternehmen Deutschlands, die „FloraFarm“, über das die Ginsengprodukte vermarktet werden sollten.
Frauenpower aus der Lüneburger Heide
Der Ginsenganbau und der Verkauf der Produkte sind bei FloraFarm inzwischen reine Frauensache. Während sich Gesine Wischmann als Geschäftsführerin um den Vertrieb und die Zufriedenheit der Kunden kümmert, führt ihre Schwester Henrike die Anbautradition fort, die Vater Heinrich Wischmann begonnen hat.
Bereits als Kinder erlebten sie den Wandel des bisher traditionell geführten landwirtschaftlichen Betriebes und die Verwirklichung der Vision „Ginsenganbau“ ihres Vaters hautnah mit. So war die Jugend der beiden Schwestern geprägt vom Bestreben, dem Exoten Ginseng in der Heide eine neue Heimat zu geben und daraus ein funktionierendes Unternehmen zu etablieren. Ihre Ausbildung richteten die Töchter des Ginsengpioniers demzufolge nach den Erfordernissen der FloraFarm aus. Gesine Wischmann startete nach dem Studium ihre Karriere in der Pharmaindustrie. Von dort aus verfolgte sie die weltweite Entwicklung des Ginsenganbaus und der medizinischen Studien zu Ginseng. Eine solide Basis, um den Vertrieb der eigenenProdukte aufzubauen. Henrike Rodemeier hingegen studierte Landwirtschaft und besitzt somit die besten Voraussetzungen für den Anbau der empfindlichen Ginsengpflanzen.
Beide leben seit Anbeginn der FloraFarm das „Ich fühl’ mich Ginseng“-Credo und auch die dritte Generation zukünftiger FloraFarmer ist bereits beim Ginsenganbau mit dabei …
Heute wird auf der FloraFarm koreanischer Ginseng - denn nur dieser ist in Deutschland für medizinische Zwecke zugelassen - auf neun Hektar in hervorragender Arzneimittelqualität angebaut und in Form von Wurzelstücken, Kapseln und Kosmetik direkt ab Hof vermarktet.
Die wachsende Zahl interessierter Besucher führte im Laufe der Jahre zu einem erweiterten Angebot an Führungen durch die Ginseng-Gärten und zur Eröffnung des Ginseng-Cafés und Ginseng-Shops.
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