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So wirkt Ginseng

Die adaptogene Wirkung
Ginseng wird angewendet als Stärkungs- und Kräftigungsmittel bei Müdigkeits- und Schwächegefühlen sowie bei nachlassender Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit. Ebenfalls empfiehlt sich eine Anwendung zur allgemeinen Vorbeugung vor typischen Zivilisationskrankheiten und zum Schutz vor dem Alter.

Die Ginsengwirkung richtet sich nicht speziell gegen bestimmte Krankheiten. Ein gesunder Körper reagiert scheinbar gar nicht auf Ginseng. Doch der Schein trügt. Denn bei einsetzenden Belastungen kann der Körper diese viel besser bewältigen. Er wird in die Lage versetzt, sich besser gegen störende und krankmachende Einflüsse von außen zu schützen (adaptogene Wirkung).

Dieser Schutz kann praktisch gegen jede Art von negativen Einflüssen wirksam werden: gegen physikalische, chemische und biologische Belastungen (z. B. Strahlen, Allergie auslösende Umweltgifte oder Krankheitserreger), ebenso gegen psychische Belastungen wie etwa im Beruf oder in schwierigen familiären Situationen.

Die ausgleichende Wirkung
Ginseng hat sowohl anregende, aufbauende als auch beruhigende Eigenschaften. Eine Erklärung dafür liefern die im Ginseng enthaltenen Wirkstoffe, die Ginsenoside: So weiß man von den beiden am Besten untersuchten Ginsenosiden, dass sie Gegenspieler sind, die sich ebenso wie Yin und Yang in der chinesischen Heilkunde

harmonisch ergänzen. Das eine erhöht den Blutdruck, wirkt stimulierend und fördert das Leistungs- und Reaktionsvermögen. Sein Gegenspieler senkt den Blutdruck, besänftigt Aufregung und hilft abzuschalten.

Der wichtigste Wirkort der Ginsenoside ist wahrscheinlich der Hypothalamus – eine Region im Zwischenhirn, von der aus zentral alle hormonellen und neuronalen Prozesse gesteuert werden, die der Erhaltung des Gleichgewichtszustands im Körper dienen.